Elbe-Elster-Bibnet. Abschied von 1001 Nacht

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Inhalt:

 

Informationen zum Titel

eBook
 
 
 
 
Titel:
Abschied von 1001 Nacht
 
 
Mein Versuch, die Araber zu verstehen
 
Autor:
 
Jahr:
2011
 
Verlag:
 
Sprache:
Deutsch
 
ISBN:
9783981251050
 
Format:
ePub
 
Geeignet für:
Umfang:
262 S.
Dateigröße:
2 MB
Ausleihdauer in Tagen:
 
 

Schlagwort:

 

Inhalt:

Die autobiografische Geschichte eines Journalistenlebens im Orient: Ulrich Kienzle, langjähriger ARD-Nahostkorrespondent und ZDF-Auslandschef, spannt einen Bogen über 40 Jahre Nahostkonflikt. Er vermittelt einen ebenso fesselnden wie persönlichen Einblick in die arabische Welt und erklärt den "Arabischen Frühling" aus der Entwicklung der Konflikte im Nahen Osten heraus. Gleichzeitig beschreibt er seinen Alltag als Kriegsreporter: erschütternde und berührende Erlebnisse, Zeugnisse faszinierender Mediengeschichte. Herr Kienzle, in diesem Jahr haben Sie Ihren 75. Geburtstag gefeiert. Jetzt ist Ihr neues Buch erschienen und nach nur vier Wochen bereits bei der 3. Auflage und in die Spiegel-Bestseller-Liste vorgedrungen. Was bedeutet Ihnen dieser Erfolg? Ulrich Kienzle: Das freut mich natürlich, weil damit Aufklärung über den leider nach wie vor unbekannten Orient verbunden ist. Bis heute verstellen Klischees einen realistischen Blick auf die arabische Welt. "Abschied von 1001 Nacht" heißt: Abschied zu nehmen von eben diesen Klischees. Spätestens nach den arabischen Rebellionen wurde deutlich, dass ein anderes Arabien auf der Weltbühne erscheint. Ein Kritiker bezeichnet Ihr Buch als "ein Geschichtsbuch, das sich wie ein Abenteuerroman liest". Wie würden Sie Ihr Buch beschreiben - eine Biographie? Ulrich Kienzle: Das Buch ist eine sehr persönliche Beschreibung der Schwierigkeiten, die komplizierte arabische Welt zu verstehen. Jedes arabische Land hat seine Eigenheiten und seine eigenen Probleme. In meinem Buch versuche ich deutlich zu machen: es gibt keine einfachen Erklärungen. Beispiel Libanon: ein Land mit 17 Religionen, die sich die Macht teilen. Und darüber immer wieder in Streit geraten. Der Araber als Terrorist und Islamist gilt für viele im Westen als Feindbild. In Ihrem Buch beschreiben Sie die Menschen im Orient ungemein liebevoll und differenziert. Den Araber gibt es nicht, schreiben sie? Ulrich Kienzle: Es gibt nicht den Islam und nicht die Araber, wie die Islamkritiker immer wieder leichtfertig behaupten. Die Revolution in Libyen verlief völlig anders als die Aufstände in Ägypten. Der Islam vereint mindestens so viele Glaubensrichtungen wie das Christentum. Gefährliche arabische Terroristen und hysterische Islamkritiker im Westen schaukeln sich auf gefährliche Weise gegenseitig hoch. Sie beschreiben die Konflikte im Nahen Osten der letzten 50 Jahre aus eigener Sicht und machen so den "Arabischen Frühling" verstehbar. Worin unterschieden sich diese jüngsten Rebellionen von den alten Konflikten? Ulrich Kienzle: Bislang hat der palästinensisch-israelische Konflikt die Tagesordnung bestimmt. Jetzt sind plötzlich junge Menschen in der arabischen Welt aufgetaucht, die keiner im Westen auf der Rechnung hatte: sie wollen ankommen im 21.Jahrhundert und kämpfen nicht für den Gottes-staat, sondern rufen nach Arbeitsplätzen und Demokratie. Und trotz aller Enttäuschungen und Rückschläge wird diese Demokratie-bewegung die arabische Welt verändern. Immerhin sind bislang drei Diktatoren gestürzt worden. Übrigens: auch in Europa hat es über ein Jahrhundert gedauert bis sich nach der französischen Revolution die Demokratie in Europa durchgesetzt hat. Ihr Buch ist auch ein spannendes Stück Mediengeschichte. Wie erleben Sie die Medien heute? Welche Rolle haben diese in den arabischen Aufständen gespielt? Ulrich Kienzle: Das Internet hat eine wichtige, aber nicht die entscheidende Rolle beim "Arabischen Frühling" gespielt. Wichtiger aber war die Wut der Menschen über die 30-jährige Diktatur Mubaraks. Und dennoch: die Medien spielen vor allem in der arabischen Welt eine völlig neue Rolle. Die Medien haben den Orient mehr verändert als Polizei und Panzer. Das Mini-Emirat Kathar hat mit seinem Satellitensender Al-Jazeera einen wichtigen Anteil an der sogenannten "Arabellion". Aber die Ereignisse bestätigen vor allem den Satz Victor Hugos: "Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist!"
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Exemplarinformationen

 
 
 
 
 
Exemplare:
(1)
 
Verfügbar:
(1)
 
Vormerker:
(0)
 
Voraussichtlich verfügbar ab:
sofort
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Nutzungsbedingungen

 
 
 
 
 
Max. Ausleihdauer:
28 Tage
 
Drucken:
erlaubt
 
Kopieren:
erlaubt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Nutzer - Bewertung

Anzahl Bewertungen:
28
Durchschnittliche Bewertung:
4 Punkte auf einer Bewertungsskala von 1 bis 5
 
 
 
 
 
 
 

Service

 
 
 
 
 

Benötigte Software

 
 
 
 
 
 
 

Die Onleihe App für

 
 
 
 
 

Zuletzt angesehen