Elbe-Elster-Bibnet. Palma Sola - Stadt der Mörder

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Carlos Cambia sitzt seit vier Jahren im Gefängnis von Palmasola und fühlt sich wohl. Hier hat er so viel Freiheit, dass es ihm wie ein Urlaubsort vorkommt. Wenn man genug Geld hat, bekommt man alles. Um seine Ruhe zu haben, muss sich Carlos nur an das Gesetz des Schweigens halten: Bringen sie jemanden neben ihm um, tut er so, als hätte er nichts gesehen. Palmasola im Osten Boliviens: 1047 Sträflinge leben hier, viele mit ihren Familien. Es gibt Läden und Restaurants. Was hinter der fünf Meter hohen Gefängnismauer passiert, interessiert keinen. Die Wächter stehen in Palmasola nur am Tor. Errichtet wurde das Zuchthaus Ende der achtziger Jahre, die ersten Gefangenen zogen ein, bevor das Gefängnis fertig gestellt wurde. Um Fluchttrieb und Aggressivität der inhaftierten Mörder und Drogendealer zu dämpfen, ließ man deren Familien mit einziehen. Carlos Cambia, ein Autoknacker und Herausgeber der Gefängnis-Postille, kennt fast alle Zuchthäuser Boliviens. Nur hier glaubt er, dass ihm die Würde nicht genommen wird: Das Gefängnis ist für ihn wie sein Stadtviertel, nur brutaler. Die Reportage beobachtet den Autodieb Carlos Cambia bei seinem täglichen Überlebenskampf hinter den Mauern von Palmasola, der Stadt der Mörder.

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