Elbe-Elster-Bibnet. Bilder hören - die Blinden Kinder von Tibet

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Es ist früher Morgen in Lhasa, Tibets heiliger Stadt: Die Lehrerin Sabriye Tenberken sitzt zwischen ein paar Kindern auf dem Hof und füllt Reiskörner in einen großen Wasserball. Er rasselt laut, als die Kinder mit ihm lostollen. Andere singen ein tibetanisches Morgengebet, Reisigbesen scharren über den Steinboden. Kinder holen Wasser oder waschen Wäsche. Es ist ein normaler Morgen für die blinden Kinder von Lhasa. Blindsein ist nicht komplette Dunkelheit. Ich hatte noch nie das Gefühl, im Dunkeln zu stehen, erklärt Sabriye Tenberken, die seit dem zwölften Lebensjahr selber blind ist. Vor fünf Jahren ist die 30-jährige Deutsche nach Tibet gegangen, um dort blinde Kinder zu unterrichten. Das Leben für die Menschen im Hochland von Tibet ist hart und Blindheit gilt als schlechtes Karma, als eine Strafe für Untugenden im vorherigen Leben. Deshalb wird gar nicht erst versucht, den Kindern zu helfen. Aber Tenberken nahm sich der Ausbildung blinder Kinder an. In ihrer Schule bringt sie heute 28 Kindern Lesen und Schreiben bei, d.h. den Umgang mit der Blindenschrift und der Blindenschreibmaschine.

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