Elbe-Elster-Bibnet. Radios gegen Kalaschnikows

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Es dauert nur Sekunden und ein ganzer Berg von Waffen steht in Flammen. 500 Gewehre brennen lichterloh, nachdem sie von ihren Besitzern abgegeben wurden und eingetauscht gegen Radios. Die Aktion ist Teil eines neuen von der UNO unterstützten Projektes. Mit Hilfe mechanischer Kurbel-Radios soll dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Niger ein Weg in eine friedlichere Zukunft aufgezeigt werden. Eine südafrikanische Firma hat Geräte entwickelt, die statt mit Strom und Batterien von einer Kurbel angetrieben werden. 12.500 davon wurden dem Niger gespendet. Gleichzeitig werden Frauen zu Radiomechanikerinnen ausgebildet und lokale Rundfunkstationen aufgebaut. Als Gegenleistung für ein Radio sollen die Familien ihre Waffen abgeben, die das Land immer tiefer in die Gewaltspirale getrieben haben. Überall finden inzwischen Umtauschaktionen statt. Vorangetrieben wird das Projekt von der Amerikanerin Kristine Pearson, die mit ihren Kollegen aus dem Niger durch die Wüste reist, um die Menschen von ihrer Idee zu überzeugen.

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